Prozess gegen IS-Unterstützer

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Österreich Unter grossem öffentlichem Interesse hat gestern in Wien der Prozess gegen einen mutmasslichen Islamisten begonnen. Der 19-jährige Mann soll hinter zwei Attentatsver­suchen in Deutschland stecken. Der in Wien geborene Sohn von aus Albanien stammenden Eltern soll laut Anklage versucht haben, einen damals Zwölfjährigen zu einem Selbstmordanschlag auf den Weihnachtsmarkt von Ludwigshafen zu überreden.

Der Anschlag scheiterte nur, weil die Nagel-Bombe nicht detonierte. Der heute 14-Jährige, laut Anklage selbst stark islamistisch radikalisiert, soll im Verfahren per Videokonferenz als Zeuge befragt werden. Gemeinsam mit zwei weiteren Terrorhelfern der Terrormiliz IS soll der Angeklagte auch eigene Anschlagspläne verfolgt haben. Die Anklage lautet auf versuchte Anstiftung zum Mord und zu einer terroristischen Straftat. Dem Mann drohen bis zu 15 Jahre Haft. (sda)