Prozess gegen Attentäter des 11. September eröffnet

Guantánamo. Der mutmassliche Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001, Chalid Sheikh Mohammed, hat vor einem Militärtribunal die Todesstrafe für sich gefordert.

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Mohammed, der 2003 in Pakistan gefasst und seither in Guantánamo inhaftiert war, sagte dort gestern vor dem Richter, er wolle ein Märtyrer werden. Mit ihm sind vier weitere Verdächtige angeklagt, denen wegen Mordes die Verurteilung zum Tode droht. Angehörige der fast 3000 Todesopfer halten das Verfahren für überfällig, während Kritiker den Prozess als nicht fair bezeichnen. Laut dem UNO-Sonderberichterstatter werden auch Geständnisse verwendet werden, die unter Folter zustande gekommen seien. damit verstossen die USA gegen die Menschenrechte.

Unklar ist, ob das Militärtribunal einer rechtlichen Prüfung standhält. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte 2006 ein ähnliches System als verfassungswidrig gestoppt. Noch diesen Monat entscheiden die Richter über die Rechte der Gefangenen. (ap)

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