Poroschenko will Plan für Frieden vorlegen

WARSCHAU/BRÜSSEL. US-Präsident Barack Obama hat gestern in Warschau den designierten Staatspräsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, getroffen – und damit klar die Anerkennung von dessen Wahl vor zehn Tagen signalisiert.

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WARSCHAU/BRÜSSEL. US-Präsident Barack Obama hat gestern in Warschau den designierten Staatspräsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, getroffen – und damit klar die Anerkennung von dessen Wahl vor zehn Tagen signalisiert. «Die USA stehen nicht nur in den kommenden Tagen und Wochen hinter dem ukrainischen Volk, sondern in den kommenden Jahren», versicherte Obama und bot Ausbildungshilfe für Militär und Polizei an. Den Wunsch nach Waffenlieferungen mancher Ukrainer erhörte Obama indes nicht.

Vielmehr lobte er Poroschenko als künftigen prowestlichen Landesführer, der die Gewaltspirale durchbrechen könne. Der Ukrainer kündigte in Warschau an, bald nach seiner Vereidigung am Samstag in Kiew einen Friedensplan für die Ostukraine vorzulegen. Obama lobte den offenbar unter vier Augen besprochenen Plan vor den Medien. Poroschenko stehe «für eine andere Zukunft, in der die Ukrainer selbst ihre Vertreter wählen», unterstrich er.

Die Ukraine war auch gestern abend am G-7-Gipfel in Brüssel Thema Nummer eins. Vor dem Treffen hatte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel von Russland stärkere Anstrengungen zur Stabilisierung der Lage in der Ukraine gefordert. Vom G-7-Gipfel erhoffte sich die deutsche Kanzlerin ein Unterstützungssignal für die Ukraine. Nebst der Unterstützung der Ukraine gehe es um einen Dialog mit Russland, um eine diplomatische Lösung zu finden. Über neue Sanktionen gegen Russland mochte der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nicht sprechen. In der jetzigen Phase gebe es diplomatische und politische Möglichkeiten, dass Russland sich mehr engagiere. (P.F./sda)

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