Ost-Ukraine
Poroschenko macht Schulen und Krankenhäuser dicht

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat am Samstag die Einstellung sämtlicher staatlicher Leistungen in den von prorussischen Rebellen kontrollierten Gebieten im Osten des Landes angeordnet.

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Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko

Keystone

Poroschenko habe die Regierung in Kiew beauftragt, innerhalb einer Woche alle "Aktivitäten staatlicher Unternehmen, Institutionen und Organisationen" in den Gebieten zu stoppen, in denen "Anti-Terror-Operationen laufen"; das Dekret Poroschenkos beziehe sich auch auf Schulen, Krankenhäuser und Notfalldienste, sagte ein hochrangiger Sicherheitsbeamter.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin kamen derweil am Rande des G20-Gipfels im australischen Brisbane zu einem Gespräch unter vier Augen zusammen. Dabei geht es um den ungelösten Ukraine-Konflikt. Der vereinbarte Waffenstillstand in der Ostukraine wird weiterhin nicht eingehalten.

Merkel hatte vor dem Gespräch am Samstagabend (Ortszeit in Brisbane) erklärt: "Ich verspreche mir jetzt keine qualitativen plötzlichen Veränderungen." Demnach glaubt sie nicht, dass es eine Annäherung zu Putin geben wird.

Merkel betonte, die Situation sei nicht zufriedenstellend. Die europäische Seite sei bemüht, alles diplomatisch Mögliche zu tun, um Verbesserungen auch für die Menschen in der Ukraine zu erreichen.

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