Ölpest

Pipeline-Betreiber in der Pflicht: Schon 2,6 Millionen Liter Öl ausgelaufen

Nach der Panne an einer Öl-Pipeline im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Betreiberfirma Plains All American Pipeline die notwendigen Schritte zur Bekämpfung der Ölpest zugesagt. Durch ein Leck wurden rund 14 Kilometer Küste verschmutzt.

Drucken
Teilen
80'000 Liter Erdöl liefen ins Meer vor Santa Barbara

80'000 Liter Erdöl liefen ins Meer vor Santa Barbara

KEYSTONE/AP/JAE C. HONG

Nach Angaben des Unternehmens waren rund 80000 Litern Öl ins Meer gelaufen. Insgesamt waren allerdings rund 400000 Liter aus der lecken unterirdischen Pipeline ausgelaufen.

Mittlerweile seien knapp 30'000 Liter davon beseitigt worden. "Wir verpflichten uns weiterhin, das Richtige zu tun", sagte Firmenvertreter Patrick Hodgins am Donnerstag vor Journalisten. Seit 2007 steckte die Firma nach eigenen Angaben 1,3 Milliarden Dollar in Verbesserung, Instandhaltung und Reparaturen der Firmenanlagen.

"Sicherheit ist nicht nur eine Priorität, sondern ein Kernwert bei Plains", sagte Hodgins. "Prioritäten können sich ändern, Werte nicht", versicherte der Firmenvertreter.

Die an einer Küstenstrasse entlanglaufende Pipeline von Plains All American Pipeline war am Dienstag gebrochen. Auslaufendes Öl gelangte in einen Kanal und von dort aus vor der Küste von Santa Barbara in den Pazifik. Es dauerte einige Stunden, bis das Leck entdeckt, die Leitung abgeschaltet und der Kanal gesperrt waren.

2,6 Millionen Liter in 10 Jahren

Am Donnerstag wurden an der Küste ölverschmierte Pelikane sowie tote Hummer und andere tote Meerestiere gefunden. Zwei sonst gut besuchte Strände wurden gesperrt. Kaliforniens Gouverneur erklärte für das betroffene Gebiet den Notstand, um sofort Spezialteams für die Säuberung von Stränden und Meer entsenden zu können.

Einem Zeitungsbericht zufolge gibt es bei den Leitungen von Plains All American Pipeline überdurchschnittlich viele Pannen. Die Quote der Zwischenfälle pro Meile Leitungen sei mehr als drei Mal so hoch wie der nationale Durchschnitt, berichtete die "LA Times" unter Berufung auf Daten der Bundesbehörden.

Aus den Leitungen des Unternehmens seien seit 2006 bereits mehr als 2,6 Millionen Liter Öl ausgelaufen, schrieb das Blatt. Die Pannen bei Plains hätten Schäden in Höhe von mehr als 23 Millionen Dollar angerichtet.

Ölpest wegen eines Pipeline-Lecks an der kalifornischen Küste von Santa Barbara (USA)_0008
21 Bilder
Ein Leck an einer Pipeline hat vor der Küste von Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien eine Ölpest verursacht.
Ein Leck an einer Pipeline hat vor der Küste von Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien eine Ölpest verursacht.
Ölpest wegen eines Pipeline-Lecks an der kalifornischen Küste von Santa Barbara (USA)_2
Mehrere Kilometer der Küste sind mit Öl bedeckt.
Die Reinigungsarbeiten haben bereits begonnen.
Öl kübelweise aus dem Meereswasser fischen ist eine mühsame und schwierige Herausforderung.
Ein Leck an einer Pipeline hat vor der Küste von Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien eine Ölpest verursacht.
Örtlichen Medien zufolge waren etwa 80000 Liter Erdöl ausgelaufen.
Die Natur leidet, Tiere sterben.
Ein Leck an einer Pipeline hat vor der Küste von Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien eine Ölpest verursacht.
Durch den Schaden an der Pipeline gelangte Öl vor dem Strand Refugio State Beach ins Meer.
Rund 400000 Liter Öl sind ausgelaufen.
Der Ölteppich sei mehr als sechs Kilometer lang, teilte die Küstenwache über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Ölpest wegen eines Pipeline-Lecks an der kalifornischen Küste von Santa Barbara (USA)_0008

Keystone