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Pilot stirbt bei Absturz von zwei Eurofightern in Deutschland

Zwei Jets der deutschen Luftwaffe sind bei einer Übung in der Luft zusammengestossen. Beide Piloten betätigten noch den Rettungsschirm. Doch nur einer von ihnen hat das Unglück überlebt.
Christoph Reichmuth, Berlin
Die beiden Piloten der Eurofighter konnten sich mit dem Schleudersitz retten. (Archivbild)

Die beiden Piloten der Eurofighter konnten sich mit dem Schleudersitz retten. (Archivbild)

Gegen 14 Uhr kollidierten am Montag zwei «Eurofighter»-Jets der deutschen Luftwaffe bei einer Fliegerübung über Mecklenburg-Vorpommern. Ein dritter an der Übung beteiligter Kampfjet-Pilot wurde Zeuge des tragischen Zusammenstosses und meldete, dass beide Piloten den Rettungsschirm betätigt hatten. Wenig später wurde einer der beiden Piloten gefunden. Sein Fallschirm hatte sich in einem Baum verfangen. Er wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Am späteren Nachmittag berichtete die örtliche Polizei dann von einem Leichenfund in der Nähe der Absturzstelle. Ein Sprecher der Bundeswehr bestätigte gegenüber Medien, dass es sich beim Toten um den zweiten Piloten handelt.

Ein Flugzeug stürzte am Ortsrand der Gemeinde Nossentiner Hütte auf eine freie Fläche, wie Bürgermeisterin Birgit Kurth sagte. «Ich bin von Bürgern angerufen worden, die den Zusammenstoss der beiden Maschinen sahen.» Die Gemeinde mit ihren knapp 700 Einwohnern habe Glück im Unglück gehabt, sagte Kurth. Die Maschine sei gleich hinter der Ortschaft niedergegangen. Im Dorf seien Trümmerteile gesichtet worden. Feuerwehren der Region hätten den Brand an der Absturzstelle am Ortsrand von Nossentiner Hütte unter Kontrolle gebracht, sagte Kurth. Der andere «Eurofighter» stürzte nach Angaben des Schweriner Innenministeriums nahe der zehn Kilometer entfernten Ortschaft Jabel in ein Waldstück. In dieser Richtung seien Rauchschwaden zu sehen, sagte Kurth am Telefon einer Reporterin der Nachrichtenagentur DPA.

«Irgendwann musste ja mal was passieren»

Der Brand konnte relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden, heisst es laut Berichten. Die Jets führten keine Munition mit sich. Die Polizei warnte Anwohner wegen gefährlicher Trümmerteile eindringlich davor, sich in die Nähe der Absturzstelle zu begeben. «Durch die Kollision sind zum Teil gefährliche Trümmerteile (. . .) verteilt worden. Bitte nicht nähern!», twitterten die Einsatzkräfte. Am späteren Nachmittag machte sich auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit einem Hubschrauber zum Unglücksort auf. Dort sollte sie später auf den mecklenburgischen Innenminister Lorenz Caffier (CDU) treffen. Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin des ostdeutschen Bundeslandes, sagte nach Bekanntwerden des Unglücks: «Meine Gedanken in diesen Stunden sind bei den Angehörigen.» Warum es zur Kollision gekommen ist, war bis am Montagabend noch nicht geklärt.

Die Zeitung «Bild» zitierte in ihrer Onlineausgabe einen Augenzeugen des Unglücks. «Wir sassen gerade im Restaurant beim Mittag, als uns ein lauter Knall aufschreckte. Sekunden später ging ein Feuerball nieder und verschwand dann im Wald», so der Augenzeuge, der die riskanten Flugmanöver schon öfter beobachtet hatte. «Die spielen hier öfter mal Fangen. Irgendwann musste ja mal passieren», sagte der Mann weiter.

Die beiden abgestürzten Maschinen gehörten zu einem Luftwaffengeschwader, das in Laage bei Rostock stationiert ist. Die Bundeswehr besitzt insgesamt 128 Jets des Typs «Eurofighter», von diesen gelten laut Bericht der «Zeit» aber lediglich 81 als verfügbar und sogar nur 39 als einsatzbereit. Die Zahlen stammen laut dem Bericht aus dem Jahr 2017.

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