Parteien brauchen mehr Zeit

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Italien Die erste Runde der Regierungsgespräche in Italien ist ohne Ergebnis beendet worden. Staatspräsident Sergio Mattarella kündigte gestern nach einem Treffen mit allen Parteien in Rom für nächste Woche eine zweite Runde der Konsultationen an. Die Bedingungen für eine Einigung unter den politischen Kräften zur Regierungsbildung seien derzeit nicht vorhanden. Er wolle den Parteien mehr Zeit zu Beratungen geben, sagte der Präsident.

Mattarella sucht einen Ausweg aus der schwierigen Lage, die nach den Parlamentswahlen am 4. März entstanden ist. Sollte der Staatschef keinen Auftrag zur Regierungsbildung erteilen, könnte es zu Neuwahlen kommen. Es wird mit schwierigen und langwierigen Gesprächen ­gerechnet. Denn aus der Wahl ist kein klarer Sieger hervorgegangen. Stärkste Einzelpartei wur- de die Fünf-Sterne-Bewegung, stärkstes Bündnis das Mitte-rechts-Lager um Berlusconi und der ausländerfeindlichen Lega. Doch niemand erreichte die notwendige Mehrheit, um zu regieren. Die Sozialdemokraten des Partito Democratico (PD) waren abgestraft worden und wollen in die Opposition gehen. (sda)