Österreichs Grüne wechseln Führung aus

wien. Die Nationalratswahlen vom vergangenen Wochenende haben in Österreich weitere Konsequenzen: Nach ÖVP-Chef Molterer ist gestern auch der Chef der Grünen, Alexander Van der Bellen, zurückgetreten.

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wien. Die Nationalratswahlen vom vergangenen Wochenende haben in Österreich weitere Konsequenzen: Nach ÖVP-Chef Molterer ist gestern auch der Chef der Grünen, Alexander Van der Bellen, zurückgetreten. «Der Standard» meldete dann am Abend, ÖVP-Fraktionschef Schüssel, Ex-Kanzler, trete sein Amt an den neuen Parteichef Pröll ab.

Van der Bellen war elf Jahre lang Parteivorsitzender und damit genauso lang im Amt wie seine sechs Vorgänger zusammen. Dem 64jährigen Ökonomen gelang es, die Stimmen der einstigen 5-Prozent-Partei nachhaltig zu verdoppeln. Eines der Hauptargumente für den jetzigen Wechsel an der Spitze war das schlechte Abschneiden der einstigen Protestpartei bei Erst- und Jungwählern: Dass die 16- bis 30jährigen zu über 40 Prozent die extremen Rechtsparteien FPÖ und BZÖ wählten, schmerzte die Grünen besonders.

Van der Bellens Nachfolgerin ist die 39jährige Eva Glawischnig, seit langem die Nummer zwei der Grünen. (R. G.)

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