NSU-Prozess in München

Die deutsche Bundesanwaltschaft wirft Beate Zschäpe und den vier Mitangeklagten Carsten S., Andre E., Holger G. und Ralf Wohlleben Gründung einer terroristischen Vereinigung vor, vielfachen Mord und Beihilfe dazu.

Merken
Drucken
Teilen

Die deutsche Bundesanwaltschaft wirft Beate Zschäpe und den vier Mitangeklagten Carsten S., Andre E., Holger G. und Ralf Wohlleben Gründung einer terroristischen Vereinigung vor, vielfachen Mord und Beihilfe dazu. Zschäpe ist der Mittäterschaft aller Verbrechen angeklagt, die dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) angelastet werden: die Ermordung von neun Menschen türkischer und griechischer Herkunft, und einer Polizistin. Zschäpe wird von der Anklage überdies der Brandstiftung beschuldigt in Verbindung mit versuchtem Mord. Das Oberlandesgericht München verhandelt seit Anfang Mai. Carsten S. und Holger G. haben Geständnisse abgelegt, Beate Zschäpe dagegen nicht, und auch nicht Ralf Wohlleben, einer der führenden Köpfe der thüringischen Neonazi-Szene. (FHD)