Nordkorea öffnet Grenze in Kaesong

Seoul. Nach tagelanger Blockade hat Nordkorea gestern den Pendelverkehr über die Grenze zum innerkoreanischen Industriepark Kaesong wieder zugelassen. Der Park verbindet billige Arbeitskräfte aus Nordkorea mit Technik und Management aus Südkorea.

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Seoul. Nach tagelanger Blockade hat Nordkorea gestern den Pendelverkehr über die Grenze zum innerkoreanischen Industriepark Kaesong wieder zugelassen. Der Park verbindet billige Arbeitskräfte aus Nordkorea mit Technik und Management aus Südkorea.

Mit der Grenzöffnung erlaubt das kommunistische Land somit wieder die Einreise für mehr als 500 Südkoreaner, wie das Vereinigungsministerium in Seoul mitteilte. Zudem konnten auch die Fabriken von mehr als 90 südkoreanischen Unternehmen in Kaesong wieder mit Rohmaterialien beliefert werden.

Der nordkoreanische Regierungschef Kim Yong Il ist gestern nach China gereist, seinem wichtigsten Verbündeten. Der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, Qin Gang, sagte gestern: «Zurzeit ist die Lage auf der koreanischen Halbinsel angesichts einer zunehmenden Zahl von Unsicherheitsfaktoren eher kompliziert.» Peking sei deswegen besorgt.

Alle Seiten sollten mehr für Frieden und Stabilität tun und sich für die Wiederaufnahme der festgefahrenen Sechs-Parteien-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms einsetzen, sagte der chinesische Sprecher. An den seit 2003 laufenden Gesprächen nehmen Nord- und Südkorea, China, die USA, Russland und Japan teil.

Die Atomgespräche dürften auch Thema Kim Yong Ils in Peking sein. (afp/ap)

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