Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NEW YORK: Klage gegen UBS abgewiesen

Whistleblower Bradley Birkenfeld erhält keinen Schadenersatz von seiner ehemaligen Arbeitgeberin, der UBS.

Bradley Birkenfeld ist mit einer Verleumdungsklage gegen seine ehemalige Arbeitgeberin, die Schweizer Grossbank UBS, gescheitert. Eine Richterin des ­Supreme Court im Staate New York entschied am Donnerstag, die zivilrechtliche Klage des millionenschweren Whistleblowers als unbegründet abzuweisen. Ein UBS-Sprecher habe «in der Substanz» die Wahrheit gesagt, als er im Herbst 2016 und im Frühjahr 2017 behauptete, Birkenfelds Memoiren seien unglaubwürdig, weil der Autor zuvor «die amerikanischen Behörden angelogen habe», hielt Richterin Sherry Klein Heitler in ihrem Urteil fest.

Birkenfeld hatte die Stellungnahme seiner ehemaligen Arbeitgeberin als Teil einer tückischen Kampagne der UBS gegen ihn bezeichnet, auch weil die Bank Angst vor seinem Insider-Wissen im Zusammenhang mit der weltweiten Steuerhinterziehung habe. So seien die umstrittenen Aussagen des UBS-Sprechers jeweils erfolgt, als er sein Buch «Des Teufels Banker» publiziert habe.

20 Millionen Dollar Schadenersatz gefordert

Natürlich stimme es, hiess es in Birkenfelds Klageschrift, dass er im Zusammenhang mit dem Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA 2009 zu 40 Monaten Gefängnis verurteilt worden sei – nachdem sich Birkenfeld im Juni 2008 für schuldig im Sinne der Anklageschrift bekannt hatte. In dieser Anklageschrift sei ihm aber nie vorgeworfen worden, die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden unter Eid belogen zu haben. Um den Schaden gutzumachen, den die UBS angerichtet habe, forderte der 52-Jährige einen Schadenersatz von 20 Millionen Dollar.

Die Richterin stellt sich auf den Standpunkt, Birkenfeld habe spitzfindig argumentiert. Es stimme, dass er 2009 nicht wegen Meineids ins Gefängnis gewandert sei. Unter dem Strich enthalte das Delikt aber «eine Lüge». So habe Birkenfeld zugegeben, dass er mitgeholfen habe, dem Fiskus Informationen zu verheimlichen. Der UBS-Sprecher habe also nicht gegen Gesetze verstossen, als er Birkenfeld in der «New York Post» und im Wirtschaftsportal «Bloomberg» als Lügner bezeichnet habe, so Heitler.

Birkenfeld wollte das Urteil gestern auf Anfrage nicht kommentieren. Die UBS verzichtete bis Redaktionsschluss auf eine Stellungnahme.

Renzo Ruf, Washington

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.