Neue Sanktionen gegen Nordkorea

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New York Der UNO-Sicherheitsrat hat neue Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Das Gremium verabschiedete gestern einstimmig eine Resolution, die dem isolierten Land unter anderem den Export von Kohle, Eisen und Blei untersagt.

Verboten sind zudem neue Joint Ventures mit Nordkorea und Investitionen in bereits bestehende Projekte. Zudem wurde eine Bank auf eine schwarze Liste gesetzt, mit der Devisengeschäfte abgewickelt werden. Die Massnahmen könnten die nordkoreanischen Ausfuhren um ein Drittel einbrechen lassen.

USA drängten auf neue Resolution

Hintergrund der Sanktionen sind die jüngsten Tests von Interkontinentalraketen durch die Regierung in Pjöngjang. Die Ende Juli abgeschossene Rakete hätte nach Ansicht von Experten Städte wie Los Angeles erreichen können. Die beschlossene Resolution wurde von den USA ausgearbeitet.

Es ist die achte UNO-Resolution seit 2006. Wirkung gezeigt hat bisher keine von ihnen – das kommunistisch regierte Land setzte seine Tests und sein Atomprogramm trotz aller Warnungen und Verstösse gegen bestehende UNO-Resolutionen bisher fort. Die neuen Strafmassnahmen wurden wochenlang mit Russland und China beraten. (sda)