Neue Koalitionen nötig

Zwar führten in allen drei Bundesländern die bisherigen Ministerpräsidenten ihre Parteien am Sonntag zum Wahlsieg, doch das starke Abschneiden der Alternative für Deutschland (AfD) hat dazu geführt, dass keine der bisherigen Regierungskoalitionen weitergeführt werden kann.

Christoph Reichmuth
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Zwar führten in allen drei Bundesländern die bisherigen Ministerpräsidenten ihre Parteien am Sonntag zum Wahlsieg, doch das starke Abschneiden der Alternative für Deutschland (AfD) hat dazu geführt, dass keine der bisherigen Regierungskoalitionen weitergeführt werden kann. Es stehen schwierige Regierungsbildungen an. Koalitionen mit der AfD haben sämtliche Parteien ausgeschlossen.

Auch Kretschmann in Verlegenheit

In Sachsen-Anhalt hat die bisherige Koalition aus CDU und SPD die Mehrheit verloren. Möglich ist ein Bündnis unter Führung des bisherigen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff zwischen CDU, SPD und FDP.

Auch in Baden-Württemberg ist die Fortsetzung der bisherigen Grün-Roten-Koalition trotz des triumphalen Erfolgs des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der seine Partei zu 30,3 Prozent Wähleranteil führte, nicht mehr möglich. Diskutiert wird eine Koalition unter Kretschmanns Führung mit der CDU, diskutiert wird auch eine «Ampel»-Koalition zwischen Grünen, SPD und FDP. Nur theoretischer Natur sind die Möglichkeiten eines «Deutschland-Bündnisses» unter CDU-Führung zwischen CDU, SPD und FDP.

Schwaches Abschneiden der Grünen

Auch in Rheinland-Pfalz verlor das Rot-Grüne-Bündnis trotz Wahlsieg von SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer wegen des schwachen Abschneidens der Grünen die Mehrheit. Diskutiert wird eine Koalition zwischen SPD und CDU, arithmetisch möglich wäre auch eine «Ampel» zwischen SPD, Grünen und der FDP.