Sicherheit
Nach Terroranschlägen: Belgien evakuiert Kernkraftwerk Tihange nicht – es schickt Personal nach Hause

Die Sicherheitsmassnahmen werden in Belgien auf die Atomkraftwerke ausgedehnt. Polizei und Militär sichern die Anlagen vor Ort.

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Sicherheitskräfte bewachen jetzt auch Atomanlagen.

Sicherheitskräfte bewachen jetzt auch Atomanlagen.

Keystone

Das belgische Atomkraftwerk Tihange ist nach Angaben des Betreibers Electrabel nicht evakuiert worden. Vielmehr sei verzichtbares Personal aus Sicherheitsgründen nach Hause geschickt worden, unterstrich das Unternehmen am Dienstag auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Zuvor hatte die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den örtlichen Polizeichef berichtet, die Anlage sei evakuiert worden. Tihange liegt 70 Kilometer von Aachen entfernt nahe der ostbelgischen Stadt Lüttich. Der Standort besteht aus drei Druckwasserreaktoren. Zuletzt waren dort 940 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Schutz der belgischen Atomkraftwerke wurde generell verstärkt. "Zusätzlich zu den gewöhnlich schon sehr scharfen Sicherheitsvorkehrungen sind die Gitter rund um die Anlagen geschlossen worden und alle Fahrzeuge werden kontrolliert", teilte der Betreiber Engie am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Belga mit.

Polizei sei vor Ort, ebenso Militär. Die Soldaten seien schon seit dem Wochenende im Einsatz. Der Einsatz geht nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde AFCN aber nicht auf eine konkrete Bedrohung zurück, meldete Belga.

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