Mindestens 18 Tote nach Flüchtlingsdrama vor griechischer Küste

Bei einem Flüchtlingsdrama vor der griechischen Insel Lesbos sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes sind 18 Leichen am Strand entdeckt worden. Die Polizei setzte am Samstag ihre Suche nach Überlebenden fort.

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Helfer tragen ein Opfer des Flüchtlingsdramas weg

Helfer tragen ein Opfer des Flüchtlingsdramas weg

Keystone

Neun Menschen würden nach dem Unglück in der Nacht zum Freitag noch vermisst, wie am Samstag ein Sprecher der griechischen Hafenpolizei der Nachrichtenagentur AFP weiter sagte. Zunächst konnte nur ein Überlebender gerettet werden.

Der 20-Jährige berichtete den Angaben zufolge von insgesamt 28 Menschen an Bord des Schiffes, darunter auch Kinder. Das Schiff war nach ersten Erkenntnissen der Hafenpolizei von der türkischen Küste aus in Meer gestochen. Knapp vier Kilometer vor der Küste der Ägäisinsel Lesbos sei das Schiff bei schlechtem Wetter gekentert.

Regelmässig brechen von der Westküste der Türkei Schlepperboote auf, um Flüchtlinge auf eine der nahegelegenen griechischen Inseln und damit auf EU-Territorium zu bringen. Besonders im Winter verunglücken immer wieder Flüchtlingsboote auf hoher See und reissen die Menschen in den Tod.