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Michael Cohens Skript geleakt – das sind seine brisantesten Aussagen gegen Trump

Donald Trumps ehemaliger Anwalt und Vertrauter Michael Cohen ist bereit, gegen den US-Präsidenten auszusagen. Am Dienstag begann die dreitägige Anhörung. Politico ist in den Besitz seines schriftlichen Manuskripts gelangt, das er dem Kongress vortragen will. Und das hat es in sich.
Michael Cohen verlässt den Anhörungssaal in Washington. (Bild: Manuel Balce Ceneta/AP Photo, 26. Februar 2019)

Michael Cohen verlässt den Anhörungssaal in Washington. (Bild: Manuel Balce Ceneta/AP Photo, 26. Februar 2019)

(vom/jaw) Donald Trump soll dem Manuskript demnach gewusst haben, dass Roger Stone mit WikiLeaks in Kontakt stand und eine Veröffentlichung interner E-Mails der Parteizentrale der Demokraten und des Wahlkampfteams von Hillary Clinton geplant war. In Michael Cohens Skript heisst es:

«Stone erzählte Trump, dass er gerade mit Julian Assange telefoniert hatte und dass Assange Stone gesagt hat, dass es innerhalb weniger Tage einen Haufen von E-Mails geben würde, der Hillary Clintons Kampagne schädigen würde.»

Trump soll darauf geantwortet haben: «Wäre das nicht toll!». Sollten sich die Aussagen als wahr erweisen, wäre das ein konkreter Hinweis, dass der Präsident von den Angriffen auf Clinton gewusst hat.

Weiter sagte Cohen über Trump, dass er ein Rassist sei.

«Ich schäme mich, weil ich weiss, was Trump ist. Er ist ein Rassist. Er ist ein Betrüger. Er ist ein Lügner.»

Er bezog sich dabei auf Trumps «Shithole»-Aussage, und präzisierte, dass Trump im Privaten noch viel schlimmer sei. Im Skript steht zum Beispiel:

«Er [Trump] fragte mich einst, ob ich ein einziges Land nennen könne, dass von einer schwarzen Person regiert werde und kein ‹Shithole› sei.»

Zu den Russland-Geschäften will Cohen gemäss dem Skript folgendes erzählen:

«Während der Kampagne verhandelte ich für ihn in Russland. Gleichzeitig schaute er mir in die Augen und sagte: ‹Es gibt keine Geschäfte in Russland.› Nachher ging er vor das amerikanische Volk und wiederholte es. Auf seine Art sagte er mir, dass ich lügen soll.»

Und weiter:

«Mr. Trump sagte mir nicht direkt, dass ich den Kongress belügen soll. Das ist nicht so, wie er arbeitet.»

Cohen sagte ausserdem, dass er seine Anschuldigungen mit mehreren Dokumenten belegen könne. So zum Beispiel eine Kopie des Schecks, der ihm von Trump ausgestellt wurde, um der Pornodarstellerin Stormy Daniels Schweigegeld zu zahlen, damit sie nicht über die Affäre zwischen ihr und Trump auspackt.

«Er [Trump] fragte mich, ob ich einer Pornodarstellerin, mit welcher er eine Affäre hatte, Schweigegeld zahlen könne und seine Frau [Melania Trump] belügen könne, was ich auch tat. Die First Lady anzulügen, ist etwas das ich sehr bedauere. Sie ist eine nette, gute Person. Ich respektiere sie zutiefst, und sie hat das nicht verdient.»

Während dessen hinterfragte die Sprecherin des Weissen Hauses die Glaubwürdigkeit Cohens. Gemäss dem «Guardian» sagte sie, dass man Cohen nicht ernst nehmen könne, er sei bereits als Lügner verurteilt worden.

>>> Hier geht's zum 20-seitigen Manuskript.

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