Messerattacke gegen Touristen

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Ägypten Bei einem Messerangriff im ägyptischen Ferienort Hurghada am Roten Meer sind offenbar zwei deutsche Touristen getötet worden. Unter den vier Verletzten seien zwei Tschechen, sagte der für die Region Rotes Meer zuständige Sicherheitschef gestern. In Berlin konnte das Auswärtige Amt die Staatsangehörigkeit der Todesopfer nicht bestätigen. Das Aussendepartement (EDA) in Bern hatte gestern Abend keine Kenntnis von Schweizer Opfern.

Das Motiv für die Tat war unklar. Sicherheitskreisen und dem ägyptischen Innenministerium zufolge schwamm der Angreifer von einem öffentlichen Strand zu der Ferienanlage in Hurghada. Er sei festgenommen worden.

Im April 2006 waren bei einem Dreifachanschlag im ägyptischen Urlaubsort Dahab 20 Menschen getötet worden, darunter ein Kind aus Deutschland. Im Juli 2005 starben bei einer Anschlagsserie im Badeort Sharm-el-Sheik 68 Menschen, unter ihnen auch westliche Touristen. Vier verschiedene Gruppen bekannten sich damals zu den Anschlägen.

Zweiter Anschlag auf Polizisten in Kairo

Ausserdem wurden gestern in der Nähe von Kairo fünf Polizisten bei einem Angriff auf einen Kontrollpunkt getötet. Maskierte Angreifer hätten die Polizisten am Morgen in der Provinz Gizeh in Al-Badraschein rund 40 Kilometer südlich von Kairo beschossen, hiess es aus Sicherheitskreisen. Zwei Polizisten und drei Rekruten seien getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu diesem Angriff. (sda)