Mehr Personal für Terrorabwehr

PARIS. Frankreich will Islamisten- und Terrornetze besser kontrollieren: Premier Manuel Valls gab gestern die Schaffung von 2690 Stellen bekannt. Allein 1100 entfallen auf die Geheimdienste. Justiz und Strafvollzug werden mit 950 Stellen aufgewertet.

Merken
Drucken
Teilen

PARIS. Frankreich will Islamisten- und Terrornetze besser kontrollieren: Premier Manuel Valls gab gestern die Schaffung von 2690 Stellen bekannt. Allein 1100 entfallen auf die Geheimdienste. Justiz und Strafvollzug werden mit 950 Stellen aufgewertet. Das kostet 735 Millionen Euro, die in anderen Ministerien beschafft werden sollen. Das Präsidialamt gab bekannt, dass der aus Spargründen geplante Abbau der Armee gebremst werde. Von der geplanten Streichung von 22 000 Posten bis 2017 entfällt ein Drittel; 7500 bleiben erhalten.

Hauptaugenmerk liegt auf der besseren Überwachung von 2500 Personen aus dem Dunstkreis der Islamisten. Eine neue Terror-Datei soll Bewegungen und Grenzübertritte potenzieller Terroristen systematisch erfassen helfen. Beim Zoll werden 80 Stellen geschaffen, die sich um die Finanzierung von Terrornetzen kümmern sollen.

Die Regierung will einen Versuch in einem Gefängnis, wo Salafisten isoliert werden, auf weitere Anstalten ausdehnen. Gleichzeitig werden 60 moslemische Seelsorger angestellt. (brä)