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«Mausetot»: Die Pressestimmen nach dem Brexit-Desaster

Nach dem Nein des britischen Parlaments zum Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May reagiert die Presse am Mittwoch mit Unverständnis und Verunsicherung.
Watson

«Die totale Demütigung»

«Telegraph» (Grossbritannien): «Was Frau May grundsätzlich nicht verstanden hat, ist, dass man zur Umsetzung des Referendums klar mit Europa brechen muss. Das erfordert, sich für eine Seite zu entscheiden und sich für sie einzusetzen. Ihr Versuch, alle – einschliesslich Brüssel – zufriedenzustellen – hat am Ende niemanden zufriedengestellt. Das Ausmass ihrer Niederlage ist der Beweis.»


«May's Brexit Deal mausetot»


«May erleidet historische Niederlage»

«Guardian» (Grossbritannien): «Eine fehlende Führung kann zu einem Gefühl der Panik führen, das von einer Regierung noch verstärkt wird, die Lebensmittel- und Medikamentenvorräte anlegt, als bereite sie sich auf einen Krieg vor. Wir müssen dem Chaos und der Spaltung ein Ende setzen, die soviel dazu beigetragen haben, unser Land zu entstellen.»


«Kein Deal. Keine Hoffnung. Keine Ahnung. Kein Vertrauen»


«Die um ihr Leben kämpft»


«Der Brexit-Deal ist geplatzt»

«Neue Zürcher Zeitung»: «Früher traten Regierungschefs zurück, wenn sie eine wichtige Abstimmung verloren hatten, auch bei unwichtigeren Niederlagen. May aber wird freiwillig nicht gehen, aus zweierlei Gründen. Erstens würde die Krise kaum gemildert, wenn in den nächsten Wochen Neuwahlen stattfinden müssten. Zweitens führte das Parlament 2011 eine Gesetzesänderung ein, die fixe Legislaturperioden von fünf Jahren vorsieht. Der demokratischen Tradition steht somit der Buchstabe des Gesetzes entgegen. Das könnte noch zu einer Verfassungskrise führen.»


«Chaotischer Brexit rückt näher»

«Tages-Anzeiger»: «May hat seit langem gewusst, dass sie weder in der eigenen Partei noch im Unterhaus für eine Mehrheit sprach. Der dringend nötige Brückenschlag zur »anderen« Seite» – zu nüchternen Tories, zu moderaten Labour-Leuten - ist unterblieben. Wertvolle Zeit ist vergeudet worden. (...) In der Hitze des Gefechts seit 2016 haben sich gefährliche Fronten gebildet, in Westminster wie im ganzen Land. Am dringlichsten ist wohl, dass sich im Parlament jetzt eine klare Mehrheit formiert, die eine «No Deal»-Katastrophe, den «Sprung über die Klippe», verhindert. Das wäre der erste Schritt. Stattdessen ist aber erst einmal mit weiteren schweren Turbulenzen zu rechnen.


«Eine fluchbeladene Heldin»

«Les Dernières Nouvelles d'Alsace» (Frankreich): «Eine fluchbeladene Heldin, die allen Widerständen zum Trotz am Ruder eines abdriftenden Schiffes verbleibt. (...) Es gibt wohl in der westlichen West keinen Regierungschef, der so erniedrigt, verurteilt und verraten wurde wie die britische Premierministerin. Und dennoch gibt sie nicht auf. Hundert Mal hat man sie am Boden gesehen. Hundert Mal ist sie wieder aufgestanden – und keiner weiss, ob es sich um Mut oder Leichtfertigkeit handelt.»


«Alles scheint möglich»

«La Repubblica» (Italien): «Das Abkommen, über das zweieinhalb Jahre mit der Europäischen Union verhandelt wurde, wurde abgelehnt. Und Grossbritannien gleicht einer abdriftenden Insel. Der Brexit scheint zurück an seinem Ausgangspunkt zu sein. Es gibt viele Spekulationen, aber keinerlei Sicherheit. Alles scheint möglich.» (sda/dpa)

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