Macron will sich an Luftschlägen beteiligen

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Emmanuel Macron ist bereit zu geziel- ­ten Luftschlägen gegen das syrische ­Regime. «Die Antwort wird stark und ­gemeinsam sein», sagte der französische Präsident.

Pariser Diplomaten rechnen damit, dass sich Macron einem US-Militäreinsatz mit eigenen Flugzeugen anschliessen würde. Er machte klar, dass sich der Einsatz nicht gegen Verbündete des ­Regimes – gemeint waren Russland oder der Iran – richten würde. Ziel wären einzig Installationen zur Herstellung chemischer Waffen, fügte er an.

Offen ist die Frage, ob Macron auch im Falle amerikanischer Zurückhaltung militärisch intervenieren würde. «Frankreich hätte die Kapazität dazu», meint Nicolas Tenzer vom Pariser Politthinktank Cerap. Doch hätte der Staatschef auch den Willen? An sich scheint Macron bei seinem ersten Härtetest bereit zum Eingreifen. Im vergangenen Jahr hatte er schon erklärt, jeder Chemieeinsatz hätte «sofort eine Antwort Frankreichs» zur Folge. «Wenn Sie eine rote Linie ansetzen und sie nicht einzuhalten vermögen, machen Sie sich schwach.»

Der entschlossene Tonfall dieser Worte erinnerte an Vorgänger François Hollande, der 2013 mit den Amerikanern gegen Baschar al Assad eingreifen wollte, die Intervention aber im letzten Moment abbrechen musste, weil der damalige US-Präsident Barack Obama zurückkrebste. Diese Woche erklärte Hollande erneut, ein Militärschlag sei notwendig. Mehrere Linkspolitiker äusserten sich ähnlich. Vertreter der politischen Rechten sprechen sich indes gegen einen Luftschlag aus, weil sie Moskau geopolitisch bedeutend näher stehen. (sbp)