Macron droht ein Imageschaden

Drucken
Teilen

Frankreich Die französische Justiz eröffnet eine Voruntersuchung gegen Minister Richard Ferrand, einen der engsten Getreuen von Präsident Emmanuel Macron. Kurz vor den Parlamentswahlen ist der Imageschaden gross.

Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron ist erst seit zwei Wochen im Amt und arbeitet gerade an ihrem ersten Vorhaben – ausgerechnet einem Gesetz zur «Moralisierung» des politischen Lebens. Und schon gerät ein zentraler Regierungspfeiler ins Wanken. Ferrand soll seine ehemalige Lebensgefährtin bei einem Immobiliendeal um mehrere hunderttausend Euro begünstigt haben – auf Kosten der Krankversicherungsfirma, die er in der Bretagne selber leitete.

Noch bevor die Justizermittlung angekündigt war, hatten 70 Prozent der Franzosen Ferrands Rücktritt gewünscht. Die Ferrand-Affäre wird bei der anstehenden Parlamentswahl wohl auch Präsident Macron etliche Stimmen kosten, wenn er sie nicht rasch bereinigt. (sbp)