Machtwechsel in Australien

CANBERRA. Der australische Premierminister Tony Abbott verlor gestern eine entscheidende Abstimmung der Abgeordneten seiner Liberalen Partei. Er unterlag bei der Abstimmung um den Vorsitz der Partei seinem Herausforderer und Kommunikationsminister Malcolm Turnbull mit 44 zu 54 Stimmen.

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CANBERRA. Der australische Premierminister Tony Abbott verlor gestern eine entscheidende Abstimmung der Abgeordneten seiner Liberalen Partei. Er unterlag bei der Abstimmung um den Vorsitz der Partei seinem Herausforderer und Kommunikationsminister Malcolm Turnbull mit 44 zu 54 Stimmen.

Nach der derzeitigen Sitzverteilung im australischen Parlament wird Turnbull automatisch auch neuer Premierminister des Landes. Abbott stand zuletzt zunehmend in der Kritik: Seine Umfragewerte waren im Keller, die seiner Koalition lagen weit hinter denen der oppositionellen Labour-Partei. Der Wechsel an der Regierungsspitze soll der Liberalen Partei nun Punkte bringen.

Turnbull wird der vierte australische Premierminister in nur etwas mehr als zwei Jahren. Im Gegensatz zum konservativen Abbott gilt der 60jährige Turnbull als moderat: Der ehemalige Banker und Multimillionär befürwortet zum Beispiel die Homo-Ehe und plädiert für mehr Klimaschutz. Die nächsten regulären Parlamentswahlen in Australien finden in rund einem Jahr statt. (afp/ap)