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Fall Khashoggi: Türkische Ermittler finden Computer – dementieren Fund von Leiche

Die Leiche des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi soll doch nicht aufgetaucht sein. Dies hatten Medien am Dienstagnachmittag zunächst berichtet. Türkische Behörden wiesen die Meldungen am Abend zurück. Man habe aber persönliche Gegenstände des Getöteten gefunden.
Die türkische Polizei vor dem Haus des saudischen Generalkonsuls Mohammed al-Otaibi in Istanbul. (Bild: AP Photo/Emrah Gurel)

Die türkische Polizei vor dem Haus des saudischen Generalkonsuls Mohammed al-Otaibi in Istanbul. (Bild: AP Photo/Emrah Gurel)

Türkische Ermittler haben einem Bericht des Senders CNN Türk zufolge bei der Durchsuchung eines saudiarabischen Diplomatenfahrzeugs in Istanbul persönliche Gegenstände des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi gefunden.

In zwei Koffern in einem Fahrzeug des saudiarabischen Konsulates seien unter anderem ein Computer und Dokumente Khashoggis verstaut gewesen. Der Fund von Leichenteilen wurde gemäss «Focus» am Dienstagnachmittag von türkischen Ermittlern dementiert.

Die türkischen Ermittler wurden bei der Durchsuchung auf einem Parkplatz im Stadtteil Sultangazi von saudiarabischen Experten begleitet. Die Durchsuchung wurde CNN Türk zufolge am Nachmittag unterbrochen und soll am Mittwoch fortgesetzt werden.

«Barbarischer Akt»

US-Vizepräsident Mike Pence versicherte unterdessen, dass die Tötung Khashoggis nicht folgenlos bleiben werde. «Dieser brutale Mord an einem Journalisten, an einem unschuldigen Mann, an einem Regimekritiker, wird nicht ohne Reaktion der USA bleiben und, so denke ich, auch nicht ohne eine internationale Reaktion», sagte Pence an einer Tagung der «Washington Post», für die Khashoggi zuletzt geschrieben hatte.

Pence nannte den Mord an Khashoggi einen barbarischen Akt und eine Tragödie für dessen Familie. «Es war auch ein Angriff auf eine freie und unabhängige Presse», sagte er. Die US-Regierung werde alles daran setzen, herauszufinden, was genau mit Khashoggi passiert sei.

US-Aussenminister Mike Pompeo sei in die Region gereist, und derzeit sei CIA-Chefin Gina Haspel in der Türkei, sagte Pence. Sobald sie zurück sei, werde sie US-Präsident Donald Trump und ihn über den Stand der Untersuchungen informieren. Und sobald alle Fakten auf dem Tisch lägen, werde Trump über Konsequenzen aus dem Fall entscheiden. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Pence. (sda/zfo)

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