Kurt Beck tritt zurück

BERLIN. Der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident Kurt Beck hat gestern abend seinen Rücktritt erklärt, auch als Landesparteichef.

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Kurt Beck (Bild: ap)

Kurt Beck (Bild: ap)

BERLIN. Der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident Kurt Beck hat gestern abend seinen Rücktritt erklärt, auch als Landesparteichef. Als sich am Morgen die Gerüchte um den Rücktritt des dienstältesten deutschen Ministerpräsidenten –im Amt seit 1994 – verdichteten, da war das unerwartet, aber nicht überraschend.

Der von ihm gewollte Bau eines Freizeitparks am Nürburgring endete in der Pleite. Zwar überstand Beck im Landtag ein Misstrauensvotum, doch mit dem gescheiterten Projekt verscherzte sich der jahrzehntelang sehr beliebte Landesvater das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger. Die Nachwehen der Eifel-Rennbahn-Insolvenz durchkreuzten seine Absicht, bis 2016 im Amt zu bleiben.

Beck verkörpert die «alte» SPD, volksnah, bodenständig und nicht ganz so eloquent, wie auf der Berliner Bühne politisiert wird. Das musste er als SPD-Chef (2006–2008) erfahren, als er als Neuling in der Metropole – auch von Parteifreunden – demontiert und letztlich zum Abgang gezwungen wurde. (dinf)