Krisenstimmung in der Regierung

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Tschechien Innerhalb der tschechischen Regierung liegen die Nerven blank. Bei einem Treffen der Koalitionsspitzen gestern in Prag riefen sich Sozialdemokraten (CSSD) und die populistische Partei ANO gegenseitig zur Beendigung des Bündnisses auf. «Das Ergebnis war, dass keine Partei den Koalitionsvertrag aufkündigen möchte», berichtete Pavel Belobradek vom christdemokratischen Juniorpartner KDU-CSL.

Im Zentrum des Streits stehen Vorwürfe gegen den Finanzminister und ANO-Gründer Andrej Babis, selbst Steuerzahlungen vermieden zu haben. Zudem soll der Medienunternehmer ­seine Zeitungen für den politischen Kampf missbraucht haben. Obwohl Regierungschef Sobotka bereits die Entlassung von Babis beantragt hat, zögert Präsident Milos Zeman noch. (sda)

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