Kriegsverbrechen in Sri Lanka?

Genf. Die Vereinten Nationen gehen Hinweisen nach, die auf Kriegsverbrechen in Sri Lanka sowohl seitens der Regierungstruppen als auch der Tamilen-Rebellen hindeuten. Das teilte Navi Pillay mit, die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte.

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Genf. Die Vereinten Nationen gehen Hinweisen nach, die auf Kriegsverbrechen in Sri Lanka sowohl seitens der Regierungstruppen als auch der Tamilen-Rebellen hindeuten. Das teilte Navi Pillay mit, die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte.

Die Armee habe wiederholt Gebiete beschossen, die als Schutzzonen für Zivilisten ausgezeichnet gewesen seien, sagte Pillay. Umgekehrt gebe es Berichte, dass die Rebellen die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbrauche und Personen auf Fluchtversuchen erschiesse. Beide Seiten müssten das Feuer einstellen, um die Evakuierung von bis zu 180 000 Zivilisten zu ermöglichen, sagte die Hochkommissarin.

Sri Lankas Armee hat die Aufständischen auf ein Gebiet von etwa 37 Quadratkilometern zurückgedrängt und spricht seit Wochen von der Endphase des seit 1983 anhaltenden Krieges. Im Kampf der Rebellen für einen eigenen Tamilen-Staat sind bisher mindestens 70 000 Menschen ums Leben gekommen. (rtr/sda)

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