USA

Krawalle nach brutalem Polizeieinsatz im US-Bundesstaat New York

Bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt im US-Bundesstaat New York ist es am frühen Samstagmorgen zu Ausschreitungen gekommen. Drei Polizisten wurden verletzt, als Demonstranten im Zentrum der Stadt Rochester Steine warfen und Feuerwerkskörper zündeten, wie der TV-Sender ABC unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete. Die Polizei setzte demnach Pfefferspray und Tränengas ein und nahm elf Personen fest. Insgesamt hätten mehr als 2000 Menschen an den Protesten teilgenommen.

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Demonstranten gehen untergehakt durch die Stadt. Ihr Protest richtet sich gegen Polizeigewalt und Rassismus. Nach dem Tod des Schwarzen Daniel Prude bei einem Polizeieinsatz im März waren mehrere Beamte von Dienst suspendiert worden. Foto: Adrian Kraus/FR171451 AP/dpa

Demonstranten gehen untergehakt durch die Stadt. Ihr Protest richtet sich gegen Polizeigewalt und Rassismus. Nach dem Tod des Schwarzen Daniel Prude bei einem Polizeieinsatz im März waren mehrere Beamte von Dienst suspendiert worden. Foto: Adrian Kraus/FR171451 AP/dpa

Keystone/FR171451 AP/Adrian Kraus

ABC zufolge gab es auch Gegendemonstrationen. Dabei seien mindestens zwei Autos in eine Menschengruppe gefahren. In den sozialen Medien kursierten Videos, die zeigten, wie der Fahrer eines Wagens eine Substanz versprühte und einen Mann anfuhr.

Auslöser der mittlerweile dreitägigen Proteste in Rochester war ein brutaler Polizeieinsatz, bei dem ein Schwarzer starb. Am Donnerstag waren sieben Beamte vom Dienst suspendiert worden. Der Zwischenfall selbst ereignete sich bereits im März.

Ein am Mittwoch veröffentlichtes Video zeigt, wie mehrere Polizisten einen 41-jährigen Mann, der nackt und dem Anschein nach unter Drogeneinfluss durch die Strassen rennt, festnehmen. Sie ziehen ihm eine Art Kapuze über, die sie davor schützen soll, angespuckt zu werden, und drücken seinen Kopf auf den Asphalt. Eine Woche später starb der Mann im Krankenhaus.