Kontroverse um Karl-Marx-Statue

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Trier Das Aufstellen einer grossen Karl-Marx-Statue zum 200. Geburtstag des Denkers im südwestdeutschen Trier sorgt für Streit. Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft hat die Pläne scharf kritisiert. «Ich hätte mir nie träumen lassen, dass man in dem Teil Deutschlands, der seit 1945 ­immer frei war, anfängt, neu Standbilder von Karl Marx aufzustellen», sagte der Bundesvorsitzende der Union, Dieter Dombrowski, der Nachrichtenagentur DPA in Trier. «Das ist wirklich bizarr.»

Der 1818 in Trier geborene Marx sei «nicht einfach nur ein Wissenschafter und Philosoph» gewesen, sagte Dombrowski. «Sondern Marx hat die geistigen Grundlagen für die kommenden kommunistischen Diktaturen verschiedenster Färbungen gelegt.» Die Stadt Trier stellt die von China geschenkte 4,40 Meter hohe Statue von Marx am 5. Mai auf. Der Stadtrat hatte im März 2017 nach hitziger Diskussion für die Annahme des Geschenks gestimmt. (sda)