Kein Schuldenerlass

Irak Die Irak-Konferenz der UNO in Stockholm ist mit einer Unterstützungserklärung zu Ende gegangen. Auf einen Schuldenerlass, um den Iraks Ministerpräsident Al Maliki die Regierungen der Nachbarländer gebeten hatte, wollte sich aber niemand verpflichten.

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Irak

Die Irak-Konferenz der UNO in Stockholm ist mit einer Unterstützungserklärung zu Ende gegangen. Auf einen Schuldenerlass, um den Iraks Ministerpräsident Al Maliki die Regierungen der Nachbarländer gebeten hatte, wollte sich aber niemand verpflichten. In der von den Konferenzteilnehmern verabschiedeten Erklärung wurden die Irak-Gläubiger lediglich ermutigt, «eine Lösung der ausstehenden Schulden Iraks in Betracht zu ziehen». UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich dennoch zuversichtlich. (ap)

Burma

Schleppende Visa-Ausgabe

Fast vier Wochen nach dem Wirbelsturm in Burma lässt die Militärregierung ausländische Helfer weiterhin nur langsam ins Land. Während alle UNO-Mitarbeiter ein Visum bekamen, warten die Helfer des Roten Kreuzes und der Schweiz immer noch. Auch die Hilfsorganisationen World Vision und Save the Children sowie ein thailändisches Ärzteteam erhielten eine Zugangserlaubnis. Auch wenn Schweizer Helfer noch warten müssten, habe die Schweiz, so sagte Fabienne Wydler von der Deza, ihre Hilfe an die Opfer definitiv von 2,5 Millionen Franken auf 4 Millionen erhöht. (sda/afp)

Burma

Verfassung verabschiedet

Burma Militärjunta hat gestern die neue Verfassung verabschiedet. In einer Volksabstimmung hatten sich nach offiziellen Angaben über 90 Prozent der Stimmberechtigten für den vom Militärregime vorgelegten Entwurf ausgesprochen. Mit der neuen Verfassung will sich die Junta nach Ansicht ihrer Kritiker langfristig die Macht sichern. (ap)

Russland

Geld für Tschetschenen

Russland muss nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte mehreren tschetschenischen Familien insgesamt 425 000 Euro Schmerzensgeld bezahlen. In Militäraktionen in den Jahren 2002 und 2003 in Tschetschenien hatten Soldaten zehn Angehörige dieser Familien festgenommen. Seither fehlt jede Spur von ihnen. Moskau sei für das Verschwinden der Personen verantwortlich und hätte die Fälle nicht gründlich untersucht, befanden die Strassburger Richter. Russland habe gegen seine Pflicht verstossen, das Leben seiner Staatsangehörigen zu schützen. (dpa)

Artenschutz

Teure Zerstörung

Die weltweite Naturzerstörung kostet die Menschheit Unsummen, die aber in keiner Preiskalkulation berücksichtigt werden. An der UNO-Artenschutzkonferenz in Bonn bezifferte gestern der Investmentbanker Pavan Sukhdev allein die Kosten des Waldverlusts bis 2050 auf sechs Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts – das wären zwei Billionen Euro. Der deutsche Umweltminister Gabriel sagte, noch immer verdiene man mehr Geld mit der Zerstörung als mit dem Schutz der Natur. (ap)

Israel

Olmert will bleiben

Der unter Korruptionsverdacht stehende israelische Regierungschef Olmert hat gestern einen Rücktritt abgelehnt. Sein Sprecher sagte: «Das Programm geht wie gewohnt weiter.» Aussenministerin Livni sagte, Olmerts Kadima-Partei müsse sich auf die Wahl eines Nachfolgers vorbereiten. Dieser solle in einer Urwahl bestimmt werden. (ap)

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