Kehrtwende des Ex-Präsidenten

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Jemen Der frühere Präsident Ali Abdullah Saleh, dessen Truppen lange an der Seite der Huthi-Rebellen gekämpft hatten, zeigte sich am Wochenende offen für Gespräche mit der Regierung. Gleichzeitig kämpfen seine Anhänger seit Mittwoch in der Hauptstadt Sanaa gegen die Hu­this. Die Kämpfe zwischen Anhängern Salehs und den Huthis eskalierten am Wochenende. Zahlreiche Menschen sollen verletzt und getötet worden sein.

«Ich rufe alle Brüder in den Nachbarstaaten und ihre Verbündeten auf, die Aggressionen gegen den Jemen zu stoppen», sagte Saleh am Samstag im Fernsehen. Er forderte die auf Seiten der Regierung kämpfende, unter Führung Saudi-Arabiens stehende Allianz dazu auf, die Blockade der Flughäfen und Häfen komplett zu beenden und wieder Hilfslieferungen in das Land zu lassen. Dann könne auch wieder «nachbarschaftlich» miteinander gesprochen werden.

Über drei Jahrzehnte an der Macht

Die Aussagen wurden als Bruch zwischen Saleh und Huthis interpretiert. Der 75-jährige Saleh, der den Jemen über drei Jahrzehnte bis zu seiner erzwungenen Ablösung 2012 regierte, war ein wichtiger Verbündeter der Rebellen. Im Jemen kämpften die Huthi-Rebellen mit Saleh ­zusammen auf der einen Seite gegen die Regierung und ein von Saudi-Arabien geführtes Bündnis auf der anderen Seite.

Weite Teile der Armee sind dem ehemaligen Staatschef noch immer treu ergeben. Ohne diese Kämpfer hätten die Aufständischen den Jemen 2014 nicht überrennen und sie von den Regierungstruppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi erobern können. Noch immer kontrollieren sie weite Teile des Nordens und Sanaa. (sda)

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