Katalonien weiter ohne Regierung

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Spanien Die Regierungsbildung in der spanischen Krisenregion Katalonien verzögert sich weiter. Das Oberste Gericht in Madrid lehnte gestern auch den erneuten Antrag des Separatisten Jordi Sànchez auf vorübergehende Entlassung aus der U-Haft ab, wie aus einer Mitteilung hervorging. Parlamentspräsident Roger Torrent hatte den 53-Jährigen ­zuletzt zum zweiten Mal für das Amt des Regionalpräsidenten vorgeschlagen, jedoch wurde durch den Justizbeschluss seine Wahl de facto unmöglich gemacht. Eigentlich war für heute die Parlamentsdebatte über die Kandidatur geplant, jedoch verschob Torrent diese nach der Entscheidung auf unbestimmte Zeit.

Das Verfassungsgericht hatte bereits Ende Januar entschieden, dass sich ein Kandidat für das Amt des Regionalchefs persönlich im Parlament wählen lassen muss. Gegen Sànchez wird aber im Zuge des verbotenen Un­abhängigkeitsreferendums vom Oktober wegen des Vorwurfs der Rebellion ermittelt. (sda)