Katalonien wählt mehr Autonomie

Barcelona. In den Regionalwahlen in Katalonien haben die Sozialisten eine schwere Niederlage erlitten, nachdem die Partei des spanischen Ministerpräsidenten Jose Luis Zapatero Katalonien mit linken Partnern sieben Jahre lang regierte.

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Barcelona. In den Regionalwahlen in Katalonien haben die Sozialisten eine schwere Niederlage erlitten, nachdem die Partei des spanischen Ministerpräsidenten Jose Luis Zapatero Katalonien mit linken Partnern sieben Jahre lang regierte.

Gewonnen hat in Katalonien, dessen Bevölkerung seit Jahrzehnten auf immer mehr Autonomie pocht und zunehmend von Spanien abdriftet, Artur Mas. Der 54-Jährige ist Chef der Regionalisten-Partei CiU.

Seine Partei hat nun mit 38,5 Prozent eine bequeme, wenn auch keine absolute Mehrheit und will künftig mit punktuellen Bündnissen regieren.

Zapateros Sozialisten stürzten unter dem bisherigen regionalen Regierungschef José Montilla auf 18 Prozent ab. «Ein Debakel», kommentierten Spaniens Medien. Die Wahl in der wirtschaftlich wichtigen Region galt als Stimmungstest und Auftakt eines Wahlmarathons, der im Frühling 2011 mit Wahlen in fast allen spanischen Regionen weiteres Ungemach für Premier Zapatero bringen dürfte. (zw)

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