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Kalte Nasen bei grösstem Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges

Das grösste Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges läuft nach Angaben des Gastgebers Norwegen nach Plan. Es gebe «kalte Füsse, kalte Finger und kalte Nasen», aber man habe es geschafft, eine riesige Anzahl von Soldaten zu bewegen.
Nato Truppen bei einer Übung in Trondheim, Norwegen. (Bild: EPA/Gorm Kallestad, 30. Oktober 2018)

Nato Truppen bei einer Übung in Trondheim, Norwegen. (Bild: EPA/Gorm Kallestad, 30. Oktober 2018)

(sda dpa afp) Dies sagte der norwegische Verteidigungsminister Frank Bakke-Jensen am Dienstag an einer Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Zudem habe man schon jetzt neue Fähigkeiten erworben, die notwendig seien, um einander gegenseitig zu verteidigen. «Das ist kollektive Verteidigung in der Praxis», sagte Bakke-Jensen.

Stoltenberg betonte noch einmal, dass sich das Manöver nicht gegen Russland richte. Die Nato übe, um Konflikte verhindern zu können und nicht, um einen Konflikt zu provozieren, sagte er. Russland sei über «Trident Juncture» informiert worden und habe sogar die Möglichkeit, die Übung durch Beobachter zu begleiten.

Nato-Grossübung

Stoltenberg, Bakke-Jensen und Vertreter aus den anderen Bündnisstaaten waren am Dienstag zu Gast auf einem Übungsgelände nahe der norwegischen Stadt Trondheim. Sie wollten sich dort persönlich ein Bild vom grössten alliierten Manöver seit Ende des Kalten Krieges machen.

Die Nato-Grossübung «Trident Juncture» hat am vergangenen Donnerstag begonnen und soll noch bis nächste Woche dauern. Insgesamt nehmen rund 50'000 Soldaten aus den Nato-Staaten sowie den Partnerländern Finnland und Schweden teil. Die deutsche Bundeswehr ist mit mehr als 8000 Soldaten zweitgrösster Truppensteller nach den USA.

Ziel des Manövers ist es, ein Signal der Abschreckung an Russland zu senden und für den sogenannten Bündnisfall zu trainieren. Dieser könnte ausgerufen werden, wenn einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen würden. In der Folge müssten dann die anderen Alliierten Beistand leisten.

(Bild: EPA/Ole-Sverre Haugli / NORWEGIAN ARMED FORCES HANDOUT)

(Bild: EPA/Ole-Sverre Haugli / NORWEGIAN ARMED FORCES HANDOUT)

Russland plant Raketentests

Moskau verfolgt das Nato-Manöver mit Argwohn. Russland will in der Nähe des Nato-Grossmanövers vor der norwegischen Küste Raketentests vornehmen. Die Tests überschneiden sich damit mit dem Nato-Manöver, das bis 7. November in der Region abgehalten wird.

Das Militärbündnis wurde nach Angaben von Stoltenberg vergangene Woche über die russischen Tests informiert. «Ich erwarte von Russland, dass es sich professionell verhält», sagte Stoltenberg am Dienstag am Rande des Manövers.

Die Raketentests fänden in internationalen Gewässern statt und würden von der Nato genau beobachtet, sagte er. Bei der Ankündigung habe sich Moskau an den vereinbarten Weg gehalten.

Treffen des Nato-Russland-Rats am Mittwoch

Unterdessen teilte die Nato in Brüssel mit, am Mittwoch werde ein Treffen des Nato-Russland-Rats stattfinden, das achte in den vergangenen zwei Jahren. Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, aus dem 1987 zwischen den USA und der Sowjetunion geschlossenen INF-Abkommen zur Abschaffung von landgestützten, atomar bestückbaren Mittelstreckenraketen auszusteigen.

Der 2002 gegründete Nato-Russland-Rat ist das wichtigste Gesprächsforum zwischen beiden Seiten. Wegen des Ukraine-Konflikts lag der Dialog von Juni 2014 bis April 2016 auf Eis.

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