Justizminister tritt zurück

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Pakistan Nach wochenlangen ­islamistischen Protesten in Pakistan ist der Justizminister des Landes zurückgetreten. Zahid Hamid habe bei Premierminister Shahid Khaqan Abbasi seinen Rücktritt eingereicht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur APP gestern. Damit erfüllte Hamid eine wesentliche Forderung der islamistischen Demonstranten, die seit drei Wochen eine Autobahnbrücke in der Hauptstadt ­Islamabad besetzt hielten. Der Anführer der Proteste erklärte die Blockade daraufhin für beendet. «Wir beenden die Sitzblockade», rief Khadim Hussain Rizvi gestern seinen mehr als 2000 Anhängern zu, welche die Hauptverkehrsachse zwischen Islamabad und der Nachbarstadt Rawalpindi seit dem 6. November blockiert hatten. Er habe von der Armee die «Zusicherung» erhalten, dass «alle Forderungen» der Demonstranten erfüllt würden.

Die Armee gab zunächst jedoch keine Stellungnahme ab. Auch von der Regierung gab es vorerst keine Bestätigung für den Rücktritt des Ministers. Laut der Nachrichtenagentur APP wollte sich Hamid selbst noch ausführlich äussern. (sda)