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Julian Assange: Der rebellische und umstrittene Wikileaks-Gründer

Julian Assange gilt als massgeblicher Mitgründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, die Einblick in unethisches Verhalten von Regierungen und Unternehmen verspricht. Kritiker sehen ihn jedoch auch als selbstgefälligen Akteur, der mit der Veröffentlichung heikler Informationen das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt.
Mittlerweile Aus der Botschaft abgeführt: Julian Assange bei einem Auftritt auf dem Balkon der Niederlassung Ecuadors in London. (Bild: KEYSTONE/AP/FRANK AUGSTEIN)

Mittlerweile Aus der Botschaft abgeführt: Julian Assange bei einem Auftritt auf dem Balkon der Niederlassung Ecuadors in London. (Bild: KEYSTONE/AP/FRANK AUGSTEIN)

Bekannt wurde die Enthüllungsplattform Wikileaks unter anderem durch die Veröffentlichung von brisanten US-Dokumenten aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Zuletzt war der heute 47-jährige Mitgründer Julian Assange in die Kritik geraten, als während der heissen Wahlkampfphase in den USA vertrauliche E-Mails von Servern der Demokraten gestohlen und teils auf Wikileaks veröffentlicht worden waren.

Das wurde als gezieltes Störfeuer gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gewertet. Die Server der Demokratien waren nach Erkenntnissen von IT-Sicherheitsexperten von russischen Hackern geknackt worden.

Umstritten unter Hackern und von Prominenten besucht

Assange kam am 3. Juli 1971 im australischen Townsville in Queensland auf die Welt. Sein Stiefvater betrieb ein Wandertheater. Nach der Trennung der Eltern lebte er an vielen verschiedenen Orten.

Schon früh begeisterte sich Assange für Computertechnik. Bereits als Jugendlicher verschaffte er sich Zugang zu fremden Rechnern, beispielsweise von Behörden und Unternehmen. Mit 18 Jahren heiratete er und wurde Vater. Die Ehe ging bald in die Brüche.

Bei der Gründung von Wikileaks 2006 war Assange eine zentrale Figur. Er ist auch innerhalb der Hackerszene umstritten. So gab es etwa Kritik an seinem autoritären Umgangsstil und auch wegen der Vorwürfe sexueller Vergehen, die in Schweden gegen ihn erhoben worden waren.

Die Anklage in Schweden war dann allerdings fallengelassen worden, während Assange in der Londoner Botschaft Ecuadors lebte, um einer Auslieferung zu entgehen.

Andere verehren Assange wie einen Helden und nennen ihn charismatisch. Während seines mehrjährigen Asyls in der Botschaft hat er auch Besuch von Prominenten wie Popsängerin Lady Gaga und Schauspielerin Pamela Anderson bekommen.

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