Japan rückt von Atomausstieg ab

TOKIO. Japan setzt ungeachtet der Atomkatastrophe in Fukushima auch in Zukunft auf Atomenergie. Die rechtskonservative Regierung von Premier Shinzo Abe ist endgültig von dem von der Vorgängerregierung verkündeten Atomausstieg abgerückt.

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TOKIO. Japan setzt ungeachtet der Atomkatastrophe in Fukushima auch in Zukunft auf Atomenergie. Die rechtskonservative Regierung von Premier Shinzo Abe ist endgültig von dem von der Vorgängerregierung verkündeten Atomausstieg abgerückt.

Ein langfristiger Energieplan definiert Atomenergie als «wichtige Quelle» zur Energieversorgung. Man werde wieder Atomreaktoren hochfahren, welche die neuen Sicherheitsauflagen erfüllen. Zugleich wolle man «so weit wie möglich» die Abhängigkeit vom Atomstrom verringern. Die Regierung Abe lässt aber die Möglichkeit offen, neue Atomreaktoren zu bauen.

Vor der Katastrophe in Fukushima deckte die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt einen Drittel ihres Strombedarfs mit Atomkraft ab. Derzeit sind alle 50 AKW aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Zum Ausgleich wurden Wärmekraftwerke hochgefahren. Japan muss deshalb verstärkt Gas, Öl und Kohle importieren. Das Ziel, den CO2-Ausstoss um 25 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken, wurde aufgegeben. (dpa)

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