Italien kritisiert Norman Gobbi

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Tessin Der Generalverdacht des Lega-Staatsrats Norman Gobbi gegen italienische Arbeitskräfte in der Kantonsverwaltung hat für Misstöne mit Italien gesorgt. Gobbi hatte im Zusammenhang mit einen Korruptionsfall im ­Migrationsamt gleich zweimal gegen Italiener geschossen.

Es sei nicht angemessen, den Korruptionsfall unter dem Gesichtspunkt der Nationalität zu betrachten, erklärte der italie­nische Botschafter Marco Del ­Panta in einem an den «Tages-Anzeiger» adressierten Schreiben. Ihm sei nicht bekannt, dass die Italiener ein «Monopol» auf Korruption hätten, so Del Panta.

Der Tessiner Sicherheits­direktor Gobbi hatte am vergangenen Mittwoch in Bellinzona erklärt, dass seit 2011 nur noch Schweizer Staatsbürger im Tessiner Migrationsamt eingestellt worden seien. So habe das Missbrauchsrisiko in der Behörde gesenkt werden können. (sda)