IS will tote Geisel verkaufen

LIMASSOL. Der «Islamische Staat» (IS) versucht anscheinend, die Leiche des ermordeten US-Fotojournalisten James Foley zu verkaufen. Dies berichtet ein Reporter des renommierten amerikanischen Internetportals «Buzzfeed» aus der türkischen Grenzstadt Antakya.

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LIMASSOL. Der «Islamische Staat» (IS) versucht anscheinend, die Leiche des ermordeten US-Fotojournalisten James Foley zu verkaufen. Dies berichtet ein Reporter des renommierten amerikanischen Internetportals «Buzzfeed» aus der türkischen Grenzstadt Antakya. Dort traf er sich mit drei Syrern, die im Auftrag des IS Verhandlungen über die Freilassung von Geiseln führen.

Für 15 entführte Franzosen, Spanier, Dänen und Deutsche wurden in den vergangenen zwei Jahren Lösegelder in Millionenhöhe bezahlt. London und Washington lehnen solche Geschäfte dagegen kategorisch ab. Deshalb enthauptete der IS neben James Foley auch den US-Journalisten Steven Sotloff, zwei Briten und zuletzt den US-Entwicklungshelfer Peter Kassig.

Für Foleys Leiche soll der IS nun eine Million Dollar fordern. Nach einer «Anzahlung» seien die Terroristen bereit, DNA-Proben in die Türkei zu schicken. US-Diplomaten bezeichneten die Forderung als «widerlich». Ein Handel mit den Jihadisten, die durch den gegen sie geführten Luftkrieg finanzielle Schwierigkeiten haben, kommt für Washington weiterhin nicht in Frage. Allerdings bemüht sich Washington um die Freilassung einer entführten jungen Amerikanerin, die mit Kassig unterwegs war. Dafür soll der IS sechs Millionen Dollar verlangen. (M.Wr.)

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