IS-Henker enthauptet aufgefunden

Ein Henker der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Informationen von Beobachtern selbst enthauptet worden. Bei dem Toten handele es sich um einen Ägypter, der eine führende Rolle in der Polizei des IS in Syrien gespielt habe.

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Henker des Islamischen Staats verbreiten in Syrien Angst und Schrecken. (Bild: Archiv/Keystone (Symbolbild))

Henker des Islamischen Staats verbreiten in Syrien Angst und Schrecken. (Bild: Archiv/Keystone (Symbolbild))

Er habe früher selbst Enthauptungen vorgenommen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag.

Vermutlich auch gefoltert
Die Leiche des Mannes sei mit Folterspuren in der Nähe eines Kraftwerkes der Stadt Al-Majadin in der Provinz Deir al-Sor gefunden worden, teilte die Beobachtergruppe mit, die mit Hilfe eines Informantennetzes Angaben über Opfer des Krieges in Syrien sammelt.

Ob der Mann vom IS selbst, anderen Kämpfern oder Einwohnern getötet wurde, war zunächst unklar. Dem abgeschlagenen Kopf sei eine Zigarette in den Mund gesteckt worden. Einwohner berichteten, die IS-Extremisten hätten in den von ihnen kontrollierten Gebieten das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten.

Tötungen und Versklavungen
Der IS hat grosse Teile Syriens und Iraks unter seine Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen. Die sunnitischen Extremisten haben viele Menschen umgebracht oder versklavt, die sie als Ungläubige ansehen. Dazu gehören neben Christen auch Anhänger anderer muslimischer Glaubensrichtungen wie die Schiiten. (sda)