In Rumänien gibt es eine Stichwahl

BUKAREST. Rumänien ist vor einem Scheideweg: Siegt Premier Victor Ponta am 16. November auch in der Stichwahl um die Präsidentschaft, sinken die Aussichten auf eine wirksame Bekämpfung der Korruption. Der deutschstämmige Herausforderer Klaus Johannis könnte das verhindern.

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BUKAREST. Rumänien ist vor einem Scheideweg: Siegt Premier Victor Ponta am 16. November auch in der Stichwahl um die Präsidentschaft, sinken die Aussichten auf eine wirksame Bekämpfung der Korruption. Der deutschstämmige Herausforderer Klaus Johannis könnte das verhindern. Der Abstand zwischen beiden Kandidaten fiel im ersten Durchgang vom Sonntag geringer aus als erwartet. Laut Wahlbehörde erhielt der Premier und Sozialdemokrat Ponta 40,3 Prozent der Stimmen, sein bürgerlicher Herausforderer Johannis 30,4 Prozent. Der Bürgermeister der siebenbürgischen Provinzmetropole Sibiu (Hermannstadt) könnte im zweiten Durchgang von den Stimmen der durchgefallenen Kandidaten stärker profitieren als Ponta.

Skandalöses bei der Wahl gab es an Botschaften im Ausland. In München, Paris, London, New York und anderen Städten konnten Tausende Auslandrumänen nicht wählen, da es zu wenig Personal, Formulare und Stempel gab. Von früheren Wahlen weiss man, dass die Mehrheit der rund drei Millionen Auslandrumänen nicht die sozialdemokratische PSD wählt. (R. G.)

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