Huckabee: «Obama führt die Israeli an die Tür des Ofens»

WASHINGTON. Seit Abschluss des Atomabkommens zwischen den UNO-Vetomächten, Deutschland und Iran vergeht kein Tag, ohne dass die US-Republikaner die Einigung nach Kräften verurteilen. Senator Mike Huckabee hat nun sogar zu einem Holocaust-Vergleich gegriffen, um seine Ablehnung zu bekunden.

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Mike Huckabee Republikanischer Senator (Bild: ap)

Mike Huckabee Republikanischer Senator (Bild: ap)

WASHINGTON. Seit Abschluss des Atomabkommens zwischen den UNO-Vetomächten, Deutschland und Iran vergeht kein Tag, ohne dass die US-Republikaner die Einigung nach Kräften verurteilen. Senator Mike Huckabee hat nun sogar zu einem Holocaust-Vergleich gegriffen, um seine Ablehnung zu bekunden.

Entschuldigung gefordert

«Die Aussenpolitik dieses Präsidenten ist die inkompetenteste in der amerikanischen Geschichte», sagte Huckabee dem konservativen Onlineportal «Breitbart News». «Er ist so naiv, den Iranern zu vertrauen. Dadurch führt Obama die Israeli an die Tür des Ofens.» Huckabee bezog sich damit auf die Vernichtungslager des Naziregimes, in denen während des Zweiten Weltkriegs sechs Millionen Juden getötet wurden. Ihre Leichen wurden in Krematorien verbrannt. Mit seinem Vergleich legt Huckabee den Schluss nahe, dass er US-Präsident Barack Obama für ähnlich schlimm hält wie Adolf Hitler.

Das Weisse Haus hat bisher nicht auf die Äusserungen des prominenten Republikaners reagiert. Die Vorsitzende der Demokraten, Debbie Wasserman Schultz, verlangte allerdings eine Entschuldigung von Huckabee. Diese Rhetorik sei vielleicht im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner üblich, in der amerikanischen Politik habe sie aber keinen Platz, sagte sie. «Leichtfertige Vergleiche mit dem Holocaust sind nicht akzeptabel.» Huckabee müsse sich bei der «jüdischen Gemeinschaft und dem amerikanischen Volk» entschuldigen.

In der Spur Donald Trumps

Huckabee ist einer der bisher 16 republikanischen Bewerber um die Kandidatur der Partei. Umfragen sehen ihn im Mittelfeld des Feldes. Der Wahlkampf wird derzeit vom Medienunternehmer und Milliardär Donald Trump dominiert, der die Aufmerksamkeit mit rassistischen Äusserungen über Migranten auf sich zieht. (wbr/rtr)