Hillary Clinton will als Champion ins Weisse Haus

WASHINGTON. Kurz vor 15 Uhr Ostküstenzeit meldete sich Wahlkampf-Chef John Podesta per E-Mail zu Wort: «Hillary tritt für das Präsidentenamt an.» In einem Video mit dem Titel «Getting Startet» bestätigte die Kandidatin kurz darauf selber ihre Kandidatur.

Thomas Spang
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Hillary Clinton US-Präsidentschaftskandidatin (Bild: epa)

Hillary Clinton US-Präsidentschaftskandidatin (Bild: epa)

WASHINGTON. Kurz vor 15 Uhr Ostküstenzeit meldete sich Wahlkampf-Chef John Podesta per E-Mail zu Wort: «Hillary tritt für das Präsidentenamt an.» In einem Video mit dem Titel «Getting Startet» bestätigte die Kandidatin kurz darauf selber ihre Kandidatur. «Normale Amerikaner brauchen einen Champion und ich will dieser Champion sein.» Sie bereite sich darauf vor, auf Reisen zu gehen, um ihre Stimme zu verdienen.

Spekulationen beendet

Wahlkampfchef Podesta erklärte, die Kandidatin werde nach Iowa reisen, um dort mit den Wählern zu sprechen. «Es wird im kommenden Monat eine formale Wahlkampfstart-Veranstaltung geben.» Die Ankündigung der Bewerbung um die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten beendet Monate an Spekulationen über einen neuerlichen Anlauf auf das wichtigste Amt der Welt. US-Präsident Barack Obama meinte am Rande des Amerika-Gipfels in Panama, Clinton wäre eine exzellente Präsidentin. Auch Clintons Nachfolger im Amt des US-Aussenministers John Kerry äusserte sich positiv, hielt sich aber wie Obama zurück, die Kandidatin ausdrücklich zu unterstützen. «Sie hat in den zurückliegenden Jahren einen hervorragenden Job gemacht, beschädigte Bündnisse zu reparieren.»

Zustimmung und Kritik

Zustimmung erhält Clinton auch aus dem befreundeten Ausland. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier schreibt in einem Gastbeitrag für die Bild-Zeitung, er beglückwünsche sie zu ihrer Entscheidung, für Amerika ins Rennen zu gehen und wünsche ihr dabei viel Erfolg. Dagegen hagelte es von Seiten der politischen Konkurrenz in den USA Kritik. Der republikanische Bewerber Rand Paul meint, Hillary verkörpert das Schlimmste der Washingtoner Maschine.

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