Hilfe zur Selbsthilfe

Aufgrund der Erfahrungen mit Hilfeleistungen nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 engagiert sich Green Cross Schweiz seit April 2011 auch in der Region Fukushima, in Zusammenarbeit mit der japanischen Partnerorganisation.

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Aufgrund der Erfahrungen mit Hilfeleistungen nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 engagiert sich Green Cross Schweiz seit April 2011 auch in der Region Fukushima, in Zusammenarbeit mit der japanischen Partnerorganisation. Green Cross Schweiz konzentriert sich mit dem Sozialmedizin-Programm in einer ersten Phase auf die Vermittlung von Basiswissen im Umgang mit Strahlenbelastung in der Umwelt und mit radioaktiv verseuchten Nahrungsmitteln. «Es geht vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe, im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche sowie deren Mütter», sagt Programmleiterin Maria Vitagliano.

Deshalb wird ein Familienclub unterstützt und werden Sommercamps für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Ein erstes Camp fand 2012 mit 12 Teilnehmern statt, nächstes Jahr werden es 50 sein. Laut Vitagliano haben viele Mütter die radioaktive Verstrahlung erst gar nicht als Problem gesehen; das habe sich inzwischen aber geändert.

Im Familienclub kommt Green Cross für die Miete des Lokals auf, ermöglicht Publikationen und Workshops mit Experten. Bei den Camps werden Reise und Aufenthalt bezahlt. Notleidende Mütter werden auch sonst unterstützt, in Absprache mit dem Familienclub. Geprüft wird, ob die Sommer- zu Therapiecamps ausgebaut werden können, mit medizinischer und psychologischer Betreuung.

Green Cross Schweiz kümmert sich schwerpunktmässig um die ökologischen Folgen von industriellen Katastrophen und Kriegen. Gegründet wurde es 1994, ein Jahr nach der internationalen Dachorganisation. (ub)

www.greencross.ch