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Hilfe aus der ganzen Welt für den Wiederaufbau der Kirche Notre Dame

Der Präsident Frankreichs kündete eine nationale Spendensammlung für den Wiederaufbau der Kirche Notre Dame nach dem Brand an. Bereits haben Privatpersonen, Firmen und Organisationen Geld für den Wiederaufbau versprochen.

(sbp)Fankreichs Präsident Emmanuel Macron besuchte die brennende Basilika am frühen Montagabend sichtlich ergriffen und die Hand seiner Gattin Brigitte haltend. Gegen 23 Uhr, als das Feuer weitgehend gelöscht war, kehrte er ein zweites Mal zurück und sagte: «Ich verspreche Ihnen, wir werden die Kathedrale wieder aufbauen. Wir alle», betonte Macron, und kündigte dann eine nationale Spendensammlung an.

Damit stellte sich der Präsident an die Spitze einer Solidaritätswelle, die seither über Paris schwappt: Bürger, Firmen und Behörden stellten gestern im Laufe des Tages mehrere Hundert Millionen Euro für den Wiederaufbau des Mittelschiffes zur Verfügung. Die «Fondation du Patrimoine» (Kulturerbe-Stiftung) erhielt in kürzester Zeit zwei Millionen Euro. Der Milliardär und Besitzer des Modelabels Louis Vuitton, Bernard Arnault, sagte 200 Millionen Euro zu, die Familie Pinault (Gucci) 100 Millionen. Hilfe offerieren auch die UNO-Kulturorganisation Unesco, Deutschland und Russland.

Macron, der Kathedralenbauer, der die aufgewühlte Nation eint: Dieses schöne Bild wurde von den Elysée-Beratern noch mit Whatsapp-Kommentaren unterstrichen. Die Franzosen zeigen sich aber nur mässig beeindruckt. Sie sind sich solche Posen gewohnt: Alle französischen Präsidenten benützen solche dramatischen Momente – François Hollande etwa die Terroranschläge von 2015 –, um sich als schützender Landesvater zu präsentieren. So berührt die Franzosen von der Feuersbrunst im Herzen von Paris sind, so wenig fühlen sie sich in ihrer nationalen Eintracht von Macron geleitet.

Der Rechtsaussen-Politiker Nicolas Dupont-Aignan, ein Ex-Verbündeter von Marine Le Pen, stellte derweil die Frage, ob der Brand wirklich ein Betriebsunfall sei – oder «ein Attentat». Damit leistete er all den Komplotttheorien Vorschub, die in den sozialen Medien seit Montagabend grassieren. Dabei hat die Pariser Präfektur klargestellt, dass keinerlei Indizien vorlägen, die auf eine Brandstiftung schliessen liessen.

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