Herkunft des Giftes noch unklar

Drucken
Teilen

Fall Skripal Knapp sechs Wochen nach dem Attentat auf den früheren russischen Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter Julia in Südengland haben unabhängige Experten den Einsatz des Nervengiftes Nowitschok bestätigt, aber keine Hinweise auf die Täter oder Drahtzieher geliefert. London beantragte für kommende Woche eine Sitzung des UNO-Sicherheitsrates.

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen veröffentlichte gestern in Den Haag die Ergebnisse der Untersuchung ihrer Experten. Diese bestätigen britische Angaben, nach denen der in den 1970er- und 80er-Jahren in der damaligen Sowjetunion fabrizierte Stoff Nowitschok verwendet worden war. Die Ergebnisse der Analyse in den Labors «bestätigen die Ergebnisse Grossbritanniens», teilte die Den Haager Organisation mit. Der Stoff, dessen Name nicht genannt wird, sei von hoher Reinheit. Name und Struktur des chemischen Stoffes seien allerdings im Bericht auf­geführt, der nicht öffentlich sei. London hatte zuvor von Nowitschok gesprochen. (sda)