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Hamas will Kontrolle abgeben

Gaza Im Dauerstreit zwischen der radikalislamischen Hamas und der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zeichnet sich möglicherweise eine Annäherung ab. Die seit zehn Jahren im Gazastreifen herrschende Hamas erklärte gestern, sie sei zu Gesprächen über eine Einheitsregierung sowie Neuwahlen bereit.

In der Erklärung bot die Hamas zudem an, einen im März gegründeten Verwaltungsrat im Gazastreifen wieder aufzulösen. ­Abbas sieht das Gremium in Konkurrenz zu seiner Regierung in Ramallah im Westjordanland. Mit den Zugeständnissen würde die Hamas zentralen Forderungen der Fatah nachkommen.

Verschärfung der humanitären Lage

Seit der Gründung des Hamas-Verwaltungsrates im März hat Abbas die finanzielle Unterstützung für den Gazastreifen schrittweise zurückgefahren. Er wollte die Hamas damit zur Aussöhnung zwingen. Seither hat sich die Lage in dem von Israel abgeriegelten ­Küstenstreifen weiter verschärft. Auch die Grenze zu Ägypten ist seit Jahren weitgehend dicht. Zu den Hauptproblemen im Gazastreifen zählen laut UNO die hohe Jugendarbeitslosigkeit, der Trinkwassermangel und eine schlechte Gesundheitsversorgung.

Angesichts der dramatischen Lage in dem dichtbesiedelten Gebiet hatte die Hamas Ägypten um Unterstützung gebeten. Kairo forderte die Hamas indes auf, Schritte zur Aussöhnung mit der Fatah einzuleiten.

Fatah und UNO zeigen sich erfreut

Die Fatah begrüsste die Ankündigungen der Hamas. Fatah-Vertreter Assam al-Ahmed sagte der ­palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa, es werde ein Treffen mit der Hamas organisiert, um über weitere Schritte zu beraten. Die palästinensische Einheitsregierung werde ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Auch der UNO-Sondergesandte für den Nahen Osten, ­Nikolai Mladenow, begrüsste ­die Erklärung der Hamas, die von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Es sei «entscheidend, dass die schwere humanitäre Krise im Gazastreifen als Priorität angesprochen» werde. (sda)

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