Guterres soll neuer UNO-Chef werden

Wahlen Offiziell ist die Personalie noch nicht. Doch der frühere Chef des UNO-Flüchtlingshilfswerks und ehemalige portugiesische Ministerpräsident, António Guterres, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit der nächste Generalsekretär der Vereinten Nationen und damit Nachfolger von Ban Ki Moon.

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António Guterres, Ex-Ministerpräsident Portugals (Bild: KEY)

António Guterres, Ex-Ministerpräsident Portugals (Bild: KEY)

Wahlen Offiziell ist die Personalie noch nicht. Doch der frühere Chef des UNO-Flüchtlingshilfswerks und ehemalige portugiesische Ministerpräsident, António Guterres, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit der nächste Generalsekretär der Vereinten Nationen und damit Nachfolger von Ban Ki Moon. In einer Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat erreichte der 67-Jährige gestern die meisten Stimmen – und auch die der fünf Vetomächte, wie Russlands UNO-Botschafter Witali Tschurkin in New York sagte.

Die Personalie, die von der Vollversammlung noch bestätigt werden muss, gilt damit als sehr sicher. So sagte Tschurkin, Guterres sei der «klare Favorit». Die formelle Abstimmung im Rat soll heute stattfinden. Bereits in vorigen Probeabstimmungen, bei denen die Stimmzettel der 15 Ratsmitglieder noch nicht nach deren Vetorecht farblich markiert waren, hatte er sich als Favorit durchgesetzt.

Nach den ungeschriebenen Verteilungsprinzipien der UNO wäre eigentlich ein Kandidat oder eine Kandidatin aus Osteuropa an der Reihe. Mehrere Stimmen hatten zudem gefordert, dass erstmals in der UNO-Geschichte eine Frau den Spitzenposten besetzen sollte. Im Gespräch waren unter anderem die Vizepräsidentin der EU-Kommission, die Bulgarin Kristalina Georgiewa, sowie ihre Landsmännin, Unesco-Chefin Irina Bokowa im Gespräch.

Der aktuelle Amtsinhaber, der Südkoreaner Ban Ki Moon, gibt das Amt Ende des Jahres nach zehn Jahren an der UNO-Spitze ab. (sda/dpa)