Gerüchte um Melania: Droht Donald Trump nach seiner Wahlniederlage auch das private Fiasko?

Im Wahlkampf hielt Melania Trump zu ihrem Gatten. Nach dessen Abwahl werden Spekulationen laut, dass sie ihm den Rücken kehren könnte.

Renzo Ruf aus Washington
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Präsidentengattin Melania Trump zu Besuch auf dem Soldatenfriedhof in Arlington.

Präsidentengattin Melania Trump zu Besuch auf dem Soldatenfriedhof in Arlington.

Chris Kleponis / Pool / EPA

Das Ehepaar Trump hat sich am Mittwoch zum ersten Mal seit der Wahlnacht wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Präsident Trump nahm am «Veterans Day», dem nationalen Feiertag zu Ehren der amerikanischen Militär-Veteranen, auf dem Soldatenfriedhof in Arlington (Virginia) an einer Zeremonie teil. Begleitet wurde er von Gattin Melania.

Während die beiden, im strömenden Regen, den Friedhof gemeinsam betraten, stapfte der Präsident nach dem Ende der Feierlichkeiten davon, ohne auf seine Frau zu warten. Vielleicht war das keine Absicht. Vielleicht gibt diese Episode aber einen Vorgeschmack auf die Zeit nach dem 20. 1. 2021, wenn die Präsidentenfamilie nicht mehr im Weissen Haus lebt.

Der Ehebund zwischen dem 74-Jährigen und der 50-Jährigen, geschlossen vor 15 Jahren während einer opulenten Feier in Palm Beach (Florida), ist schon lange Gegenstand wilder Spekulationen. So behauptete der Journalist Michael Wolff vor Jahren, dass Melania und Donald in getrennten Schlafzimmern schliefen.

Mit dem Sieg ihres Ehegatten hätte sie nicht gerechnet

Wahr ist: Melania ist eine unabhängige Frau und bereits vor der Wahl ihres Gatten verbrachte sie wohl mehr Zeit mit Barron Trump, dem gemeinsamen Sohn, als mit Donald. Nach dem Ende ihrer Karriere als Fotomodell zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Auch stimmt es, dass Melania im Jahr 2016 nicht mit einem Wahlsieg ihres Gatten gerechnet hatte – ihr ging es also ähnlich wie einer grossen Zahl ihrer amerikanischen Mitbürger.

Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass sie ihren Mann in den vergangenen vier Jahren nicht unterstützte. 2018 verteidigte sie in Telefongesprächen mit einer Bekannten das umstrittene Vorgehen der Regierung Trump gegen Migranten, die ohne Einreisebewilligung die Grenze zwischen Mexiko und Amerika überschritten.

Warum sollten wir Joe Biden vertrauen, wenn er behauptet, er könne bessere Arbeit leisten

In der Schlussphase des Wahlkampfes verteidigte Melania die Politik ihres Gatten während Auftritten in politisch umkämpften Staaten. «Warum sollten wir Joe Biden vertrauen, wenn er behauptet, er könne bessere Arbeit leisten», sagte sie während eines Auftrittes in North Carolina.

Offen ist, ob Melania ihrem Ehemann nach Florida folgen wird, wenn dessen Amtszeit im Januar abläuft. Trump wälzt Pläne, in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach Hof zu halten und ein politisches Comeback vorzubereiten. Melania hingegen ist primär um Barron besorgt, der im März kommenden Jahres seinen 15. Geburtstag feiert und deshalb noch mindestens zwei Jahre lang die Schulbank drücken muss. Vielleicht bleibt sie deshalb im Grossraum Washington; Barron besucht derzeit eine Privatschule in Potomac (Maryland).

Vielleicht kehrt sie auch nach New York zurück, in das opulente Apartment im Trump Tower an der Fifth Avenue in Manhattan.