Gbagbo-Anhänger greifen erneut UNO-Fahrzeuge in Elfenbeinküste an

Auf die UNO-Friedenstruppen in der Elfenbeinküste ist erneut ein Angriff verübt worden. Mindestens drei Fahrzeuge der UNO-Mission seien laut einem UNOCI-Sprecher in Abidjan von Einheiten des bisherigen Machthabers Laurent Gbagbo angezündet worden.

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In der Elfenbeinküste werden mehrere Fahrzeuge der UNO-Mission Opfer eines Angriffs (Symbolbild)

In der Elfenbeinküste werden mehrere Fahrzeuge der UNO-Mission Opfer eines Angriffs (Symbolbild)

Keystone

Einzelheiten zu dem Vorfall, der sich im Viertel Riviera II im Osten der Stadt ereignete, wurden zunächst nicht bekannt. Auch über mögliche Verletzte lagen keine Informationen vor.

In den vergangenen Wochen hatten Gbagbos Anhänger mehrfach UNO-Einheiten attackiert. Am Dienstagabend waren drei Blauhelmsoldaten bei einer Schiesserei in Abidjan verletzt worden.

In der Elfenbeinküste tobt ein Machtkampf zwischen Gbagbo und dem international anerkannten Staatschef Alassane Ouattara. Beide beanspruchen den Sieg bei der Präsidentschaftswahl vom 28. November für sich. Gbagbo hält der UNO-Mission vor, für Ouattara Partei zu ergreifen.

Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern kamen seit der Wahl der UNO zufolge mehr als 200 Menschen ums Leben. Die Vermittlungsbemühungen der Afrikanischen Union (AU) in der Krise zeigten bislang keine Wirkung.