Festnahme im US-Konsulat

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Türkei Die USA sind «zutiefst beunruhigt» über die Festnahme eines Angestellten des US-Konsulats in Istanbul. Sie halte die Vorwürfe gegen ihren Mitarbeiter für «vollkommen unbegründet», teilte die US-Botschaft in Ankara gestern über Twitter mit.

Der Verdächtige ist türkischer Staatsbürger und wurde am 4. Oktober in Untersuchungshaft genommen. Türkischen Medienberichten zufolge werden dem Angestellten Spionage und Mitgliedschaft in der Gülen-Bewegung vorgeworfen. Die türkische Führung macht den in den USA lebenden Islam-Prediger Fethullah Gülen für den gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 verantwortlich. Die Botschaft kritisierte, dass der Konsulatsangestellte anscheinend «in den Medien statt in einem Gerichtssaal» verurteilt werden solle. Sie warnte vor einer Verschlechterung der türkisch-amerikanischen Beziehungen. «Grundlose, anonyme Behauptungen gegen unsere Angestellten untergraben und entwerten diese langjährige Partnerschaft», hiess es. (sda)

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